WTCC in Macao
Tarquini holt sich den Titel, Franz Engstler mit gebrochenem Schlüsselbein.
In der WTCC wurde Heute Geschichte geschrieben. Mit 47 Jahren wurde Gabriele Tarquini der älteste Weltmeister in einer FIA-Weltmeisterschaft. Natürlich gab es, wie erwartet, viel Schrott und spektakuläre Abflüge. Die Entscheidung in der Meisterschaft verzögerte sich allerdings bis in das letzte Rennen.
Das erste Rennen war eher unspektakulär. Der erwartete Crash in der ersten Runde blieb aus. Robert Huff holte sich den Sieg. Tarquini konnte von einer teamtaktischen Entscheidung profitieren, indem sich Monteiro zurückfallen ließ. Der neue Weltmeister wurde Zweiter. Sein direkter Konkurrent und Titelverteidiger Yvan Muller sicherte sich den fünften Platz.
Mit 6 Punkten Differenz zwischen Tarquini und Muller, ging es in das letzte Rennen. Farfus startete von der Pole und sicherte sich nach Rennabbruch in der 9.Runde den Sieg. Aus dem Titelkampf war der Brasilianer allerdings schon nach dem 1.Rennen. Der Grund für das vorzeitige Ende war ein heftiger Dreifach-Crash. Félix Porteiro kam mit zu viel Speed in die letzte Kurve und krachte in die Leitplanke. Der Privatier Franz Engstler konnte nicht mehr ausweichen und krachte in den liegen gebliebenen Porteiro. Trotz der raschen Reaktion der Streckenposten, sofort doppelt Gelb zu winken, knallte der aus Macao stammende André Couto mit voller Geschwindigkeit ins Heck des Deutschen. Sofort wurden die roten Flaggen geschwenkt. Aufgrund einer vorherigen Gelphase sollten 9/11 Runden gefahren werden. Engstler wurde sofort geborgen und in das Medical Center gebracht. Dort diagnostizierte man einen Schlüsselbeinbruch und eine Gehirnerschütterung. Engstler soll wieder auf dem Weg nach Europa sein.
Hier das Video des Unfalls.
Das Feld stand schließlich einige Minuten lang auf der Start und Zielgeraden. Schließlich wurde das Rennen von der Rennleitung für beendet erklärt. Tarquini wurde als 5. gewertet, Muller auf Position 3. Somit sicherte sich Tarquini mit 127 Punkten und 4 Punkten Vorsprung auf Muller den Titel.
Der enthronte Meister Yvan Muller gab direkt nach dem Rennen bekannt, nächste Saison für Chevrolet zu fahren. SEAT war seit 2006 sein Arbeitgeber.
In der Privatfahrerwertung sicherte sich Tom Coronel, mit 13 Punkten Vorsprung auf Felix Porteiro, den Titel.
Das erwartete Lotterierennen blieb Heute aus und mit Tarquini wurde ein verdienter Weltmeister gefunden. Franz Engstler kann einem Leid tun. Wieder einmal unverschuldet abgeräumt. Hoffentlich sieht es nächste Saison wieder besser bei ihm aus. Ich wünsche ihm auf jeden Fall eine gute Besserung.